Das Logan & Harper Glossar
Wichtige Begriffe aus dem B2B-Lebensmittelhandel, Import, Logistik und Finanzen – klar und verständlich erklärt für Händler im DACH-Raum.
Handelsformen & Strukturen
Bezeichnet Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen. Im Lebensmittelhandel meint B2B typischerweise den Verkauf vom Importeur oder Großhändler an Einzelhändler, Gastronomiebetriebe oder andere gewerbliche Abnehmer – im Gegensatz zum Endverbrauchergeschäft.
Handelsstufe, die Waren in großen Mengen von Produzenten oder Importeuren bezieht und diese an Einzelhändler, Weiterverarbeiter oder andere Gewerbetreibende weiterverkauft. Der Großhandel ermöglicht Abnehmern günstigere Einkaufspreise durch Mengenvorteile.
Letzte Handelsstufe vor dem Endverbraucher. Einzelhändler kaufen Waren vom Großhandel oder Importeur und verkaufen sie in Ladengeschäften, im Online-Shop oder über weitere Vertriebskanäle an Privatpersonen.
Spezialisierter Einzelhandel mit einem eng definierten Sortiment und entsprechendem Fachwissen. Im Snack- und Getränkebereich sind dies z. B. Asia-Märkte, amerikanische Foodstores oder Spezialitätenläden, die gezielt internationale Produkte führen.
Vertriebskonzept, bei dem ein Franchisegeber einem Franchisenehmer das Recht erteilt, sein Geschäftsmodell, seine Marke und sein Sortiment gegen eine Lizenzgebühr zu nutzen. Im Lebensmittelhandel bietet Franchise eine schnelle Expansion ohne eigene Filialeröffnung.
Verkauf von Produkten direkt vom Hersteller oder Importeur an den Endabnehmer ohne zwischengeschaltete Handelsstufen. Ermöglicht engere Kundenbeziehungen und höhere Margen, erfordert aber eigene Vertriebsstrukturen.
Vereinbarung, durch die einem Händler oder Importeur das alleinige Vertriebsrecht für ein Produkt oder eine Marke in einem bestimmten Gebiet oder Marktsegment gewährt wird. Logan & Harper hält für ausgewählte Marken exklusive Importrechte im DACH-Raum.
Import & Logistik
Unternehmen oder Person, die Waren aus dem Ausland in das Inland einführt und damit rechtlich und zolltechnisch verantwortlich für die korrekte Einfuhr ist. Als Importeur übernimmt Logan & Harper alle Pflichten der EU-Lebensmittelverordnung gegenüber seinen Handelspartnern.
Vertriebspartner, der Produkte eines Herstellers oder Importeurs im Zielmarkt verteilt. Im Unterschied zum reinen Importeur übernimmt der Distributor häufig auch Lagerung, Marketing und Kundenbetreuung für den lokalen Markt.
Formaler Prozess der behördlichen Prüfung und Freigabe von Waren beim Grenzübertritt in die EU. Umfasst die Anmeldung beim Zoll, Entrichtung von Einfuhrzöllen und Einfuhrumsatzsteuer sowie die Vorlage aller erforderlichen Begleitdokumente.
Gesamter Prozess vom Hersteller über alle Zwischenstufen (Import, Lagerung, Transport) bis zum Endabnehmer. Eine stabile Lieferkette ist entscheidend für konstante Verfügbarkeit und wettbewerbsfähige Preise im Importgeschäft.
Logistikkonzept, bei dem eingehende Waren am Umschlagpunkt nicht eingelagert, sondern direkt für den Weitertransport umsortiert und verladen werden. Reduziert Lagerkosten und verkürzt Lieferzeiten erheblich.
Warenlager, das sich beim Käufer oder einem neutralen Dritten befindet, bei dem das Eigentum an den Waren jedoch erst mit der Entnahme auf den Käufer übergeht. Bietet Händlern Flexibilität und Kapitalbindungsreduktion.
Minimum Order Quantity – die kleinste Menge, zu der ein Produkt bestellt werden kann. Wird vom Lieferanten oder Importeur festgelegt und beeinflusst maßgeblich die Einkaufskonditionen. Logan & Harper bietet flexible MOQs, um auch kleineren Händlern den Einstieg zu ermöglichen.
International Chamber of Commerce Terms – standardisierte Handelsklauseln, die Lieferbedingungen im internationalen Warenverkehr regeln (z. B. EXW, FOB, CIF, DDP). Sie definieren, wer Transportkosten, Versicherung und Zollrisiken trägt.
Numerische Klassifizierung von Waren im internationalen Handel nach dem Harmonisierten System (HS). Der Zolltarif bestimmt den anzuwendenden Zollsatz und ist Grundlage aller Zolldokumente bei der Einfuhr in die EU.
Märkte & Regionen
Akronym für Deutschland, Österreich und die Schweiz – die drei deutschsprachigen Hauptmärkte Mitteleuropas. Der DACH-Raum bildet den primären Absatzmarkt von Logan & Harper und zeichnet sich durch hohe Kaufkraft und wachsende Nachfrage nach internationalen Spezialitäten aus.
Der gemeinsame Binnenmarkt der Europäischen Union mit einheitlichen Vorschriften für Warenverkehr, Lebensmittelsicherheit und Kennzeichnung. Für importierte Lebensmittel gelten EU-weite Zulassungsregeln, die vor der Markteinführung erfüllt sein müssen.
Wichtiger Wachstumsmarkt für internationale Lebensmittel, von dem Logan & Harper ausgewählte amerikanische und asiatische Trendprodukte bezieht. Dubai gilt als globaler Drehkreuz für Food-Trends und Produktneuheiten.
Staat außerhalb der Europäischen Union. Einfuhren aus Drittländern – wie den USA, Japan oder Südkorea – unterliegen EU-Zollvorschriften und speziellen Lebensmitteleinfuhrbestimmungen.
Strategischer Prozess, durch den ein Unternehmen oder ein neues Produkt erstmals in einem Zielmarkt eingeführt wird. Beinhaltet Marktanalyse, Anpassung an lokale Vorschriften, Aufbau von Vertriebskanälen und gezielte Marketingmaßnahmen.
Unternehmen im Ausland, das Waren für den Export in andere Märkte bereitstellt. Logan & Harper arbeitet mit geprüften Exportpartnern in den USA und verschiedenen asiatischen Ländern zusammen, um gleichbleibende Qualität und Verfügbarkeit sicherzustellen.
Produkte & Sortiment
Nahrungsmittel aus anderen Kulturkreisen oder Ländern, die im Zielmarkt als außergewöhnlich oder neuartig wahrgenommen werden. Beispiele sind amerikanische Chips-Varianten wie Takis oder Flamin' Hot Cheetos sowie asiatische Waffelsnacks, Popcorn-Spezialitäten und Süßwaren.
Zeitlich begrenzte oder nachhaltige Verschiebung in den Ernährungsgewohnheiten und Kaufpräferenzen von Verbrauchern. Aktuelle Food-Trends im Import umfassen virale TikTok-Snacks, funktionale Getränke und authentische Küchen-Spezialitäten aus aller Welt.
Gesamtheit aller Produkte, die ein Händler oder Importeur anbietet. Ein gut kuratiertes Sortiment aus exotischen Snacks, Getränken und Süßwaren ist entscheidend für die Differenzierung im Wettbewerb und die Kundenbindung.
Eigenmarkenprodukte, die ein Händler unter seiner eigenen Marke vertreibt, aber von einem Dritten produziert werden. Im Import-Bereich bieten Private-Label-Strategien Händlern die Möglichkeit, exklusive Produkte mit höheren Margen zu führen.
European Article Number / Global Trade Item Number – international standardisierter Barcode zur eindeutigen Produktidentifikation. Für Lebensmittel im DACH-Handel zwingend erforderlich; bei importierten Produkten muss ggf. eine neue EAN vergeben werden.
Pflichtangaben auf der Lebensmittelverpackung gemäß EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). Dazu gehören Zutaten, Nährwertangaben, Allergenkennzeichnung, Herkunftsland und Mindesthaltbarkeitsdatum – alles in der Landessprache des Zielmarktes.
Datum, bis zu dem ein Lebensmittel bei sachgemäßer Lagerung seine spezifischen Eigenschaften behält. Im Import ist das MHD besonders relevant, da Transportwege und Lagerzeiten die verfügbare Restlaufzeit verkürzen können.
Hazard Analysis and Critical Control Points – international anerkanntes System zur Lebensmittelsicherheit. Alle Unternehmen in der Lebensmittelkette, einschließlich Importeure, sind verpflichtet, ein HACCP-Konzept zu implementieren und zu dokumentieren.
Finanzen & Konditionen
Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis eines Händlers, ausgedrückt als Prozentsatz des Verkaufspreises. Eine attraktive Handelsmarge ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit und ermöglicht es Händlern, neue Produktkategorien profitabel zu führen.
Vom Hersteller oder Importeur empfohlener Endverbraucherpreis ohne rechtliche Bindungswirkung. Der UVP dient Händlern als Orientierungspunkt für die Preisgestaltung und ermöglicht eine einheitliche Preispositionierung im Markt.
Preis ohne Umsatzsteuer. Im B2B-Handel werden Preise üblicherweise als Netto-Preise angegeben, da gewerbliche Abnehmer die Vorsteuer geltend machen können. Logan & Harper-Preislisten weisen alle Preise netto aus.
Preis inklusive Umsatzsteuer (MwSt.). Relevant für die Preisauszeichnung gegenüber Endverbrauchern im Einzelhandel. Der Brutto-Preis ergibt sich aus dem Netto-Preis zuzüglich des jeweils geltenden Mehrwertsteuersatzes.
Preisnachlass, den ein Lieferant bei besonders schneller Bezahlung einer Rechnung gewährt (z. B. 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen). Nutzung von Skonto-Angeboten kann die effektiven Einkaufskosten spürbar senken.
Vertraglich vereinbarte Frist, innerhalb derer eine Rechnung beglichen werden muss (z. B. 30 Tage netto). Längere Zahlungsziele entlasten die Liquidität des Händlers, kürzere können mit Skonto-Vergünstigungen kombiniert werden.
Prozesse und Richtlinien, die den Umgang mit zurückgesandten Waren regeln – von der Rücknahmebedingung über die Qualitätsprüfung bis zur Gutschrift oder Entsorgung. Ein transparentes Retourenmanagement ist Grundlage einer vertrauensvollen Handelspartnerschaft.
